Prostata-Vorsorge: Prostataerkrankungen und -beschwerden vorbeugen

Während sich der weibliche Teil der Bevölkerung doch recht gewissenhaft ein- bis zweimal im Jahr zum Frauenarzt begibt, ist das Thema Prostata-Vorsorge bei den Herren eher weniger präsent. Dabei ist die Prostata-Vorsorge nicht nur wichtig, um Prostatakrebs rechtzeitig zu erkennen, sondern auch um weitere Prostataerkrankungen, wie beispielsweise eine Prostataentzündung (Prostatitis), festzustellen. Wir klären Sie über die verschiedenen Diagnosemöglichkeiten des Arztes – vom Abtasten der Prostata bis zum Prostataultraschall und der -biopsie – auf und geben Ihnen einen Überblick über die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen.

Kalendereintrag für Prostata-Vorsorge zur Vorbeugung von Prostataerkrankungen

Wie läuft die Prostata-Vorsorge ab und wann ist sie vorgesehen?

Ist von Prostata-Vorsorge die Rede, meint Mann zunächst einmal die Krebs-Früherkennung. Durchgeführt wird sie entweder von einem Allgemeinmediziner, einem hausärztlich tätigen Internisten oder von einem Urologen.

Die Prostata-Vorsorgeuntersuchung setzt sich dabei aus folgenden Bausteinen zusammen:

Überblick: Mögliche Untersuchungen bei der Prostata-Vorsorge
MethodeWas wird gemacht?Wer zahlt?
Arztgespräch (Anamnese)
  • Erkundigung nach dem allgemeinen Gesundheitszustand
  • Befragung nach familiärer Vorbelastung, Krankheitsgeschichte und aktuellen Beschwerden
Krankenkasse (im Rahmen der jährlichen Prostata-Vorsorge ab 45 Jahren)
körperliche Untersuchung
  • Abtasten der Prostata durch den Urologen
Krankenkasse (ab 45 Jahren enthalten)
Bestimmung des PSA-Wertes
  • Bluttest, bei dem der PSA-Wert ermittelt wird
  • die Aussagekraft ist aber umstritten
individuelle Gesundheitsleistung; Kosten (circa 15 bis 20 Euro) müssen selbst getragen werden; Krankenkasse übernimmt die Kosten nur im Falle eines Krebsverdachtes
Prostataultraschall
  • transrektaler Ultraschall (TRUS)
  • Einführung einer Sonde über den Enddarm
individuelle Gesundheitsleistung; Kosten (zwischen 20 und 60 Euro) müssen selbst getragen werden; Krankenkasse übernimmt die Kosten nur im Falle eines Krebsverdachtes
Magnetresonanztomografie (MRT) und -spektroskopie
  • ermöglicht sehr genaue Abbildung der Prostata
  • schmerz- und strahlenfrei
private Krankenkassen übernehmen die Kosten; gesetzliche Krankenkassen momentan noch nicht (nur bei Krebsverdacht)
Prostatabiopsie
  • Gewebeentnahme, die im Labor untersucht wird
Kosten unterscheiden sich je nach Methode; Krankenkassen können die Kosten bei Krebsverdacht übernehmen

Arztgespräch: Das will der Urologe wissen

Der Mediziner erfragt die bisherige Krankengeschichte und ob aktuell Beschwerden (wie beispielsweise Schmerzen in der Leistengegend oder Probleme beim Wasserlassen vorliegen. Zudem möchte der Arzt wissen, ob Verwandte Prostataerkrankungen haben.

Sie sollten dem Urologen über alle körperlichen Auffälligkeiten berichten – auch wenn Sie diese auf das Alter schieben oder sich von ihnen nicht beeinträchtigt fühlen. Nur so kann Ihnen der Mediziner helfen.

Prostata abtasten – der Prostatacheck

Es ist vermutlich diese Methode, die die meisten Männer abschreckt – der Urologe muss die Prostata mit dem Finger abtasten. Dabei malen sich dies vermutlich die meisten im Kopf weit schlimmer aus, als es letztendlich ist. Die Untersuchung bleibt in der Regel schmerzfrei und bereits nach etwa einer Minute ist sie auch schon wieder vorbei.

Für die Tastuntersuchung legt sich der Patient auf die Seite. Dann führt der Urologe seinen Finger vorsichtig in den Enddarm ein und befühlt die Prostata. So kann er Rückschlüsse auf Größe, Form und Beschaffenheit des Männerorgans ziehen und bekommt Hinweise auf eine Prostatavergrößerung, Entzündung oder einen Tumor.

PSA-Wert – das sagt er aus

PSA steht für Prostata-spezifisches Antigen (ein Eiweiß). Der Wert wird über das Blut bestimmt und als Tumormarker bezeichnet. Auch bei gesunden Männern kann das Antigen in geringen Mengen im Blut festgestellt werden, bei Prostatakrebs liegt es aber meist vermehrt vor.

Jedoch können auch andere Faktoren (zum Beispiel Sport unmittelbar vor dem Test) den Wert erhöhen, weshalb der Nutzen unter Medizinern umstritten ist. Die Bestimmung des PSA-Wertes ist nicht in der gesetzlichen Prostata-Vorsorge inbegriffen und muss vom Patienten selbst gezahlt werden.

Bei Krebsverdacht: Prostataultraschall

Eine weitere Leistung, die Urologen bei Verdacht auf Prostataerkrankungen anbieten können, ist ein Prostataultraschall (Sonographie). Für gewöhnlich steht er an, wenn das Abtasten der Prostata Auffälligkeiten ergeben hat. Dabei wird in der Regel ein transrektaler Ultraschall (TRUS) vorgenommen, bei dem eine stiftförmige Sonde in den Enddarm eingeführt wird. Dieser gilt als wesentlich aussagekräftiger als die „gewöhnliche“ Untersuchung von außen über den Unterbauch.

Auf dem Monitor kann der Arzt Veränderungen wie Verkalkungen oder Gewebevergrößerungen sehen – und auch Entzündungsanzeichen sind meist gut sichtbar. Jedoch kann diese Vorsorgeuntersuchung keinen eindeutigen Befund liefern.

Magnetresonanztomografie und -spektroskopie

Die Magnetresonanztomografie (MRT) ist ein Verfahren, das hochauflösende Bilder der Prostata sowie von umgebenden Strukturen (zum Beispiel Samenblase oder dem Beckenboden) ermöglicht. Die Untersuchung ist schmerzlos und verursacht – im Vergleich zu Röntgenuntersuchungen – keine Strahlenbelastung. Ein MRT kommt bei der Prostata-Vorsorge erst bei konkretem Verdacht auf eine Erkrankung zum Einsatz.

Das Gleiche gilt auch für die Magnetresonanzspektroskopie (MRS), die keine Abbildungen erzeugt, sondern Gewebezusammensetzungen misst. Eine MRS ist jedoch sehr aufwändig und dauert etwa eine Stunde.

Prostatabiopsie: Gewebe unter der Lupe

Für eine Prostatabiopsie entnimmt der Arzt Gewebe aus dem Männerorgan. Anschließend wird es im Labor untersucht.

Eine Prostatabiopsie ist nicht zwingend Bestandteil der Prostata-Vorsorge, weisen vorherige Untersuchungen jedoch auf eine mögliche Erkrankung hin, wird sie – meist im Zusammenhang mit einem Prostataultraschall (TRUS) – durchgeführt. Zudem ist eine Kombination aus MRT und TRUS möglich, wodurch das Gewebe vom Urologen noch gezielter entnommen werden kann. Die Kosten dieser Fusionsbiopsie sollten jedoch im Vorfeld mit der Krankenkasse abgeklärt werden.

Prostata-Vorsorgeuntersuchungen: Was zahlen die Krankenkassen?

Ab einem Alter von 45 Jahren sieht das gesetzliche Früherkennungsprogramm einmal jährlich eine Prostata-Vorsorge vor. Mit ihrer Hilfe können Prostataerkrankungen und -beschwerden frühzeitig abgeklärt werden – Pflicht ist die Untersuchung für Männer allerdings nicht. Das ärztliche Gespräch und die Tastuntersuchung sind kostenlos. Andere Vorsorgeuntersuchungen der Prostata wie der PSA-Test müssen hingegen selbst übernommen werden, da ihr Nutzen unter Medizinern umstritten ist. Aber auch bei konkretem Krebsverdacht bezahlen einige Krankenkassen weiterführende Untersuchungen. Am besten Sie besprechen die Leistungen im Vorfeld mit Ihrer Krankenkasse.

Was, wenn der Arzt im Rahmen der Prostata-Vorsorge Auffälligkeiten findet?

Liegt eine Prostataentzündung vor, fällt die sogenannte Prostatitis in der Regel nicht erst bei der Prostata-Vorsorge auf: Beschwerden wie Probleme beim Wasserlassen oder häufiger Harndrang bestehen zumeist schon über einen längeren Zeitraum und verursachen bei Männern anhaltenden Stress.

Um einen geeigneten Behandlungsweg einzuschlagen, ist bei einer Prostatitis noch zu klären, um welche Form es sich handelt:

  • bakteriell oder
  • nicht bakteriell.

Wird im Rahmen der Prostata-Vorsorge eine bakterielle Entzündung nachgewiesen, ist der Einsatz von Antibiotika gefragt. Und wenn Bakterien nicht die Übeltäter sind? Dann sind Therapien mit Antibiotika eher umstritten – stattdessen sind verschiedene Ansätze gefordert: Stressabbau, mehr Bewegung, eine Ernährungsumstellung. Ähnlich einem Baukasten wird die Therapie individuell auf die Bedürfnisse des Mannes zusammengestellt. Zusätzlich können die Patienten in Absprache mit ihrem Arzt auf Prosturol® Zäpfchen zurückgreifen. Dank der enthaltenen Hyaluronsäure und weiterer wertvoller Inhaltsstoffe entspannt sich das Gewebe im Anorektalbereich und trägt somit zu einer Linderung der Prostatitis-Symptomatik bei.

Was wenn der Arzt im Rahmen der Prostata-Vorsorge etwas findet …?

Stellt der Arzt während des Abtastens Auffälligkeiten fest, ist Detektivarbeit gefragt: Wo liegt die Ursache? Mittels des sogenannten PSA-Tests nimmt er den Patienten genauer unter die Lupe: Hierfür wird Blut abgenommen und auf das prostataspezifische Antigen (ein Eiweiß) hin untersucht. Ist der Spiegel erhöht, bedeutet das aber noch lange nicht, dass Krebs dahintersteckt – ein erhöhter PSA-Wert kann ebenso ein Hinweis auf eine gutartige Vergrößerung der Prostata oder eine Prostataentzündung sein. Mittels Gewebeproben erhalten Arzt und Patient Gewissheit und können anlässlich des Befundes das weitere Vorgehen klären.

Liegt eine Prostataentzündung vor, fällt die sogenannte Prostatitis aber in der Regel nicht erst bei der Prostata-Vorsorge auf: Beschwerden wie Probleme beim Wasserlassen oder häufiger Harndrang bestehen zumeist über einen längeren Zeitraum und verursachen bei Männern anhaltenden Stress.
Um einen geeigneten Behandlungsweg einzuschlagen, ist bei einer Prostataentzündung noch zu klären, ob es sich um eine abakterielle oder bakterielle Prostatitis handelt.

Wird im Rahmen der Prostata-Vorsorge eine bakterielle Entzündung nachgewiesen, ist der Einsatz von Antibiotika gefragt. Und wenn Bakterien nicht die Übeltäter sind? Dann sind Therapien mit Antibiotika eher umstritten – stattdessen sind verschiedene Ansätze gefordert: Stressabbau, mehr Bewegung, eine Ernährungsumstellung. Ähnlich einem Baukasten wird die Therapie individuell auf die Bedürfnisse des Mannes zusammengestellt. Zusätzlich können die Patienten in Absprache mit ihrem Arzt auf Prosturol® Zäpfchen zurückgreifen. Dank der lindernden Wirkstoffe entspannt sich das Gewebe im Anorektalbereich und trägt somit zu einer Linderung der Prostatitis-Symptomatik bei.