Prostata-Vorsorge: Das erwartet Mann beim Urologen

Während sich der weibliche Teil der Bevölkerung doch recht gewissenhaft ein- bis zweimal im Jahr zum Frauenarzt begibt, ist das Thema Prostata-Vorsorge bei den Herren eher weniger präsent. Während die einen Angst vor einer möglichen Diagnose haben, ist es den anderen schlichtweg peinlich, Untersuchungen in unbestreitbar intimen Körperbereichen zuzulassen. Dabei könnte man mit einer einfachen Vorsorge beim Urologen nicht nur Prostatakrebs rechtzeitig erkennen, auch eine Prostataentzündung (Prostatitis) lässt sich auf diese Weise feststellen.

Kalender mit eingetragenem Termin für Prostata-Vorsorge

Prostata-Erkrankungen vorbeugen: Geh doch mal zur Vorsorge, Mann!

Ist von Prostata-Vorsorge die Rede, meint Mann zunächst einmal die Krebs-Früherkennung. Durchgeführt wird sie entweder von einem Allgemeinmediziner, einem hausärztlich tätigen Internisten oder von einem Urologen. Der untersuchende Arzt erfragt dabei die bisherige Krankengeschichte und ob aktuell Beschwerden vorliegen. Darüber hinaus wird er einige körperliche Untersuchungen durchführen:

  • Tastuntersuchung der Geschlechtsorgane und Lymphknoten in der Leiste,
  • Begutachtung der Haut in den genannten Bereichen und
  • Abtastung der Prostata vom Enddarm aus. Die Tast-Untersuchung dauert nur wenige Minuten und ist schmerzlos.

Die Kosten für die Vorsorge tragen die gesetzlichen Krankenkassen. Ab einem Alter von 45 Jahren sieht das gesetzliche Früherkennungsprogramm einmal jährlich eine Prostata-Untersuchung vor – Pflicht ist die Untersuchung für Männer allerdings nicht. Sind keinerlei Auffälligkeiten festzustellen und hat der Patient keine Beschwerden, ist die Vorsorge-Untersuchung abgeschlossen. Anders sieht es jedoch aus, wenn der Arzt Veränderungen bemerkt.

Und wenn der Arzt etwas findet …?

Stellt der Arzt während des Abtastens Auffälligkeiten fest, ist Detektivarbeit gefragt: Wo liegt die Ursache? Mittels des sogenannten PSA-Tests nimmt er den Patienten genauer unter die Lupe: Hierfür wird Blut abgenommen und auf das prostataspezifische Antigen (ein Eiweiß) hin untersucht. Ist der Spiegel erhöht, bedeutet das aber noch lange nicht, dass Krebs dahintersteckt – ein erhöhter PSA-Wert kann ebenso ein Hinweis auf eine gutartige Vergrößerung der Prostata oder eine Prostataentzündung sein. Mittels Gewebeproben erhalten Arzt und Patient Gewissheit und können anlässlich des Befundes das weitere Vorgehen klären.

Liegt eine Prostataentzündung vor, fällt die sogenannte Prostatitis aber in der Regel nicht erst bei der Prostata-Vorsorge auf: Beschwerden wie Probleme beim Wasserlassen oder häufiger Harndrang bestehen zumeist über einen längeren Zeitraum und verursachen bei Männern eine anhaltende Stresssituation.
Um einen geeigneten Behandlungsweg einzuschlagen, ist bei einer Prostatitis noch zu klären, um welche Form es sich handelt:

Bei nachgewiesener bakterieller Entzündung ist der Einsatz von Antibiotika gefragt. Und wenn Bakterien nicht die Übeltäter sind? Dann sind Therapien mit Antibiotika eher umstritten – stattdessen sind verschiedene Ansätze gefordert: Stressabbau, mehr Bewegung, eine Ernährungsumstellung. Ähnlich einem Baukasten wird die Therapie individuell auf die Bedürfnisse des Mannes zusammengestellt. Zusätzlich können die Patienten in Absprache mit ihrem Arzt auf Prosturol® Zäpfchen zurückgreifen. Dank der lindernden Wirkstoffe entspannt sich das Gewebe im Anorektalbereich und trägt somit zu einer Linderung der Prostatitis-Symptomatik bei.