Prostatitis – Ursachen und Symptome einer Prostataentzündung

Schmerzen im Unterleibs- und Genitalbereich, Druckgefühl im Schritt und Probleme beim Wasserlassen sind häufige Symptome einer Prostataentzündung, fachsprachlich Prostatitis, genannt. Eine Entzündung der Prostata kann schon bei jungen Männern auftreten und ist keine Altersbeschwerde per se. Bei entsprechenden Beschwerden sollten Männer immer gemeinsam mit einem Urologen Ursachenforschung betreiben.

Prostataentzündung: Mann informiert sich beim Arzt über mögliche Prostatitis-Ursachen

Was für einen Feind hast du? Prostatitis identifizieren

Richtige Männer mögen Grillfleisch, Fußball und haben eine Prostata. Zumindest Letzteres trifft zu, über alles andere lässt sich streiten. Das Männer-Organ Prostata wird auch Vorsteherdrüse genannt und ist als solche schwerpunktmäßig mit Sekretbildung beschäftigt. Darüber hinaus ist die Prostata maßgeblich daran beteiligt, dass Sperma durch die Harnröhre zur richtigen Zeit an den richtigen Ort gelangt.
Wie nahezu jedes andere Organ kann sich unter gewissen Umständen und Ursachen auch die Prostata entzünden. Prostatitis trifft Männer mit 20 genauso wie mit 40 und ist keine Alterserscheinung. Häufig tritt eine Prostatitis im mittleren Lebensalter auf oder in Lebenssituationen, in denen besonders viel abgefordert wird: Familie, Job, Partnerschaft – kein Akku hält ewig. Männer neigen dazu, sich beruflich und privat unter Dauerstress zu setzen. Die Anspannung schwächt den Körper – das ständige Laufen auf Hochtouren verursacht ein höheres Risiko für Erkrankungen, einschließlich für Entzündungen der Prostata.
Typische Prostatitis-Beschwerden sind:

  • Druckschmerzen im Unterleibs-, Damm- und Genitalbereich
  • häufiger Harndrang mit spärlich-tröpfelnden Ergebnissen
  • mögliche Einschränkungen in Sachen Sexualität

Die Symptome einer Prostataentzündung bedeuten enorme und belastende Einschränkungen im Lebensalltag eines Mannes und erzeugen zusätzlichen Stress. Der Weg zum Urologen ist für viele Männer gefühlt steinig, aber bei Beschwerden unbedingt ratsam. Zur Diagnosestellung wird der Arzt mit Hilfe verschiedener Untersuchungen feststellen, welche Ursachen der Prostatitis zugrunde liegen.

Die Suche nach der Ursache: Bakterielle oder nicht-bakterielle Prostataentzündung?

Bei der ärztlichen Diagnose findet eine Klärung der Ursachen statt und es erfolgt eine klare Abgrenzung zwischen akuter oder chronischer Prostatitis. Die häufigere Form der Prostataentzündung ist nicht bakteriellen Ursprungs – bei 90 Prozent der Patienten wird eine chronische nicht-bakterielle Prostatitis diagnostiziert.1

Bei der seltener auftretenden Form der akuten Prostatitis lässt sich der Feind schnell ins Visier nehmen: Bakterien. Liegt eine bakterielle Besiedelung der Prostata als Ursache der Prostatitis vor, sind in den meisten Fällen Darmbakterien über die Harnröhre aufgestiegen und haben die Entzündung ausgelöst. Bei der akuten Form der Prostataentzündung treten zumeist plötzlich einsetzende heftige Beschwerden, Prostata-Schmerzen und hohes Fieber auf. Um die Ursachen und Beschwerden zu bekämpfen, sind schnelle ärztliche Hilfe und eine medikamentöse Therapie mit Antibiotika zwingend notwendig. Dies gilt auch für die chronische Form der bakteriellen Prostatitis.

Territorium bekannt – Feind und Koalitionen unbekannt: Klingt nach schwer auszulotender Militär-Strategie und so verhält sich im Ungefähren die Lage bei einer Prostatitis mit fehlendem bakteriellen Erregernachweis. Diese Form der Prostataentzündung tritt deutlich häufiger auf und taucht unter folgenden Namen auf:

  • (chronische) nicht-bakterielle Prostatitis
  • (chronische) abakterielle Prostatitis
  • (chronisches) Beckenschmerzsyndrom, auch Chronic Pelvic Pain Syndrome (CPPS) genannt

Im Falle einer nicht-bakteriellen Prostatitis können keine Bakterien im Urin, Prostatasekret oder Sperma als Ursache der Erkrankung nachgewiesen werden. Weitere Untersuchungen und das ärztliche Gespräch helfen bei der Auslöser-Suche. Der Einsatz eines Antibiotikums ist in diesem Fall umstritten, da dies nur bei nachgewiesener bakterieller Ursache wirksam ist. Die Beschwerden und Symptome einer abakteriellen Prostatitis liegen zumeist über einen längeren Zeitraum vor und mit ihnen der anhaltende Stress für betroffene Männer. Deshalb ist die nicht-bakterielle Prostatitis eine ernstzunehmende und behandlungsbedürftige Erkrankung.

Prosturol® bietet sich, insbesondere bei nicht-bakterieller Prostatitis, als Entspannungs-Experte an. Männer können Prosturol® Zäpfchen in Absprache mit ihrem Arzt als Teil der Behandlung einer chronischen Prostatitis einsetzen. Die lindernden und pflegenden Wirkstoffe können sich zur Unterstützung einer sanften Heilung auf das gereizte Gewebe des Anorektalkanals legen. Außerdem auf der To-do-Liste ganz oben: Männer, entspannt euch. Alle mal runterkommen zur Stressbewältigung. Folgende Therapieansätze konnten bei chronischem Beckenschmerzsyndrom ihre Effektivität in Studien beweisen: aerobe Bewegungstherapie, Akupunktur, Biofeedback-Entspannungstherapie des Beckenbodens, elektromagnetische Therapie des Beckenbodens, myofaszielle Triggerpunkttherapie sowie die Mikrowellen-Wärmetherapie.

1 Deutsches Ärzteblatt: Prostatitis und männliches Beckenschmerzsyndrom, Diagnostik und Therapie. URL: https://www.aerzteblatt.de/archiv/63754/Prostatitis-und-maennliches-Beckenschmerzsyndrom (Stand: 20.02.2018).