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Prostataentzündung: Akute und chronische bakterielle Prostatitis

Die Prostata liegt in direkter Nachbarschaft zur Blase und umkleidet das obere Drittel der Harnröhre. Diese ist dabei als one-way Pipeline gedacht, um Urin oder Sperma nach außen zu transportieren. Im ungünstigen und umgekehrten Fall können durch die Harnröhre allerdings auch Bakterien in die Prostata gelangen und dort eine akute bakterielle Prostataentzündung auslösen. Die akute Prostatitis äußert sich durch heftige Krankheitsanzeichen und kann bei unzureichender Ausheilung in eine chronische Prostatitis übergehen.

Mann nimmt Medikamente gegen akute Prostataentzündung, um eine chronisch bakterielle Prostatitis zu verhindern.

Akute bakterielle Prostatitis – ab zum Arzt

Bei einer akuten Form der bakteriellen Prostatitis treten schwere und ernstzunehmende Anzeichen wie hohes Fieber und ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl auf. Zur Behandlung der Prostataentzündung sollte daher unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Bei der Tast-Untersuchung über den After fallen dem Urologen in den meisten Fällen typische Entzündungszeichen wie schmerzhafte Druckempfindlichkeit und Schwellungen auf. Besteht der Verdacht auf einen mit Eiter gefüllten Abszess, liefert eine Ultraschalluntersuchung genauere Bilder der Prostata.

Eine akute Prostatitis ist immer auf einen Bakterienbefall des Prostatagewebes zurückzuführen. Um Erreger nachzuweisen, kommen bei einer bakteriellen Prostataentzündung Urin- und/oder Spermaproben zum Einsatz.

Symptome einer bakteriellen Prostatitis sind:

Bei der Behandlung einer bakteriellen Infektion hat sich als Goldstandard der Einsatz von Antibiotika bewährt – so auch im Falle einer akuten Prostatitis.

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Akute Prostatitis – Bakterien in der falschen Abteilung

Zumeist stecken Darmbakterien wie E. coli als Auslöser hinter der akuten Prostataentzündung. Sie können über die Harnröhre in die Prostata gelangen und dort das Gewebe befallen. In seltenen Fällen wird bei einer akuten Prostatitis auch ein Zusammenhang mit sexuell übertragbaren Erkrankungen wie Tripper oder Chlamydien-Infektionen vermutet. Mögliche andere Erreger können zudem über den Blutkreislauf ihren Weg in die Prostata finden und dort eine Prostataentzündung auslösen. Nach Feststellung des Erregertyps kann der Arzt die akute bakterielle Prostatitis gezielt und ursächlich behandeln.

  • Als wirksamste Therapiestrategie hat sich eine ausreichend lange antibiotische Behandlung erwiesen. In der Regel werden die Antibiotika über die Dauer von zwei Wochen eingenommen.
  • In den ersten Tagen der Behandlung der akuten bakteriellen Prostatitis sollte auf Sex und Alkohol verzichtet werden. Auf dem Behandlungsplan stehen außerdem Bettruhe und ausreichend Flüssigkeitsaufnahme.

Schonung und eine vollständige Ausheilung der akuten Prostataentzündung ist vor allen Dingen deshalb wichtig, um zu vermeiden, dass diese zu einer chronischen bakteriellen Prostatitis wird.

Chronische bakterielle Prostatitis – wenn die Beschwerden anhalten

Zeigen sich die typischen Symptome einer Prostatitis über mindestens drei Monate, ist es wahrscheinlich, dass die bakterielle Infektion trotz antibiotischer Behandlung in eine chronische Prostataentzündung übergegangen ist. Die Beschwerden bei einer chronischen bakteriellen Prostatitis sind in der Regel etwas abgeschwächter als bei der akuten Form. Sie unterscheiden sich zudem nicht maßgeblich von den Symptomen einer (chronisch) abakteriellen Prostatitis.

Bakterielle Prostatitis: Therapieansatz bei der chronischen Form

Die medikamentöse Behandlung der chronischen bakteriellen Prostatitis sieht eine erneute Antibiotika-Gabe über einen längeren Zeitraum von bis zu sechs Wochen vor. Der Arzt kann zur unterstützenden Therapie von Prostatitis zusätzlich sogenannte Alpha-Rezeptorenblocker einsetzen. Sie entspannen die glatte Muskulatur der Prostata, wodurch das Wasserlassen erleichtert wird. Die Medikamenten-Gabe gegen die chronische bakterielle Prostatitis sollte idealerweise durch weitere symptombezogene Therapien ergänzt werden. Warme Sitzbäder und Entspannungsübungen wirken sich vorteilhaft auf die Schmerzen aus. Des Weiteren stehen PROSTUROL® Zäpfchen als Medizinprodukt zur Verfügung, um Entzündungsreize direkt vor Ort zu lindern und zu beruhigen. In einer Studie1 konnte ein positiver Effekt bei der gleichzeitigen Gabe von Antibiotika in Kombination mit den Wirkstoffen von PROSTUROL® festgestellt werden. Zu wichtigen Fragen bezüglich der Arzneimitteltherapie bei chronischer bakterieller Prostatitis berät Sie der Facharzt weiter.

1 The role of Proxelan in the treatment of chronic prostatitis. Results of a randomized trial. Aldo-Moro-Universität, Bari, Italien. Abgerufen unter: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22617307 (Stand 21.02.2018).