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Schmerzen beim oder nach dem Samenerguss (Ejakulation)

Schmerzen bei oder nach der Ejakulation tun nicht nur weh – sie rütteln oft am Selbstwertgefühl des Mannes. Häufig spielen psychische Faktoren wie Stress eine Rolle, jedoch kann auch eine Prostatitis Grund dafür sein. Hier erfahren Sie alles über die Ursachen und was Sie gegen das Brennen nach der Ejakulation sowie beim Samenerguss tun können.

Mann ist verzweifelt, weil er unter Schmerzen beim und nach dem Samenerguss leidet.

Ejakulation: Warum treten die Schmerzen beim oder nach dem Samenerguss auf?

Schmerzen bei oder nach der Ejakulation? Die Ausprägungen von Erektionsstörungen sind sehr unterschiedlich. Manche Männer leiden nur an einem gelegentlich auftretenden Erektionsproblem, andere wiederum kämpfen mit einer dauerhaften Störung. Generell unterscheiden Ärzte zwischen einem

  • vorzeitigen beziehungsweise ausbleibenden Samenerguss oder
  • von Schmerzen bei und/oder nach der Ejakulation.

In beiden Fällen leidet der Betroffene unter einer gehemmten sexuellen Lust. Männer, die beim Samenergusses ein stechendes, sehr unangenehmes Gefühl oder ein Brennen im Bereich zwischen Hodensack und After spüren, ziehen sich oftmals sogar vollständig aus dem Sexleben zurück.

Ursachen für Schmerzen beim oder nach dem Samenerguss (Ejakulation)

Es gibt eine Reihe von Ursachen, die möglicherweise hinter Schmerzen beim oder nach dem Samenerguss stecken. Eine Störung der Ejakulation kann durch diese psychischen Faktoren ausgelöst werden:

  • Konflikte in der Partnerschaft
  • Leistungsdruck
  • Depression
  • traumatische sexuelle Erfahrungen
  • Stress im privaten oder beruflichen Umfeld

Bei schwerwiegenden Erkrankungen der Psyche ist es empfehlenswert, umgehend professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Darüber hinaus gibt es organische Ursachen für Schmerzen bei der Ejakulation, die Sie ebenso ärztlich abklären lassen sollten. Folgende Faktoren können verantwortlich für die Schmerzen nach oder beim Samenerguss sein:

  • Durchblutungsstörungen
  • Hormonmangel
  • Nervenkrankheiten
  • Erkrankung im Genitalbereich wie eine chronische Prostataentzündung (Prostatitis)
  • eine Infektion im Penis und Hoden
  • Nebenwirkung von Medikamenten, zum Beispiel Antidepressiva1

Liebesakt unter Schmerzen – Beim Samenerguss tut es weh

Ein intensiver Höhepunkt mit Samenerguss ist erklärtes Ziel eines jeden gelungenen Geschlechtsverkehrs. Bei Prostatitis-Patienten kann der Sex jedoch von Schmerzen beim Samenerguss überschattet sein. Körperliche Beschwerden, die einen negativen Einfluss auf die Erektion haben, sollten Sie nicht unterschätzen. Oftmals steht dabei nicht einmal die körperlich unangenehme Erfahrung im Vordergrund. Die Problematik bedeutet für Betroffene in der Regel starken psychischen Stress.

Wenn Männer aufgrund der Schmerzen bei oder nach der Ejakulation in den Rückzug gehen und möglicherweise keine Lust mehr auf Sex verspüren, stellen sie häufig ihre eigene Männlichkeit in Frage. Darunter leidet neben der partnerschaftlichen Beziehung meist auch das Selbstbild des Mannes: Depressive Verstimmungen können auf körperliche Ursachen des Erektionsproblems folgen.

Schmerzen nach oder beim Samenerguss: Wann sollten Sie zum Arzt gehen?

Plagen Sie Schmerzen bei oder nach der Ejakulation, empfiehlt sich grundsätzlich der Gang zum Arzt. Wer jedoch unter einem Brennen beim Samenerguss, Problemen beim Wasserlassen, Schmerzen im Unterleib oder ähnlichen Beschwerden leidet, sollte umgehend einen Mediziner zurate ziehen. Möglicherweise liegt eine Entzündung der Prostata vor, die sich meist gut behandeln lässt.

Schmerzen beim Samenerguss: Diagnose und Untersuchung

Stellen sich Betroffene, die unter Schmerzen bei oder nach der Ejakulation leiden, beim Urologen vor, befragt er sie zunächst über die genaue Art der Beschwerden – etwa ob es sich um ein Brennen beim Samenerguss handelt. Darüber hinaus stellt er auch Fragen zu ihrem Sexualleben, Einnahme von Medikamenten und der bisherigen Krankengeschichte. Lassen Sie sich davon nicht abschrecken, nur so kann der Androloge oder Urologe die tatsächliche Ursache der Schmerzen bei der Ejakulation ausfindig machen und Ihnen letztlich helfen.

Urologe klärt Mann über die Therapie von Schmerzen beim und nach dem Samenerguss (Ejakulation) auf.

Vermutet der Urologe eine Prostatitis als Grund der Beschwerden, verschafft er sich mithilfe verschiedener Methoden zur Prostata-Untersuchung einen Überblick über das Krankheitsbild. Neben der Bestimmung des PSA-Werts und einem Urintest (3-Gläser-Probe) kann zusätzlich auch eine Spermaprobe helfen, einen möglichen Erreger zu identifizieren. Der Facharzt unterscheidet zwischen einer bakteriellen und einer nicht-bakteriellen Prostatitis.

Die Rolle der Prostata bei der Ejakulation

Die Prostata wird selten mit Sex in Zusammenhang gestellt, dabei spielt sie eine entscheidende Rolle beim Orgasmus:

  • Das kastaniengroße Geschlechtsorgan des Mannes, auch Vorsteherdrüse genannt, liegt unterhalb der Harnblase. Sie produziert das sogenannte Prostatasekret.
  • Dieses Sekret ist Teil der Samenflüssigkeit und sorgt für die Beweglichkeit der Spermien. Ohne eine funktionsfähige Prostata ist ein Mann also nicht zeugungsfähig.
  • Beim Samenerguss des Mannes ziehen sich die Muskeln der Prostata zusammen, wodurch das Sekret in die Harnröhre ausgestoßen wird. Bei einer Prostatitis kommt es dabei zu starken Schmerzen, die das erhoffte Glücksgefühl überschatten.

Schon gewusst? Warum die „blaue Pille“ nicht immer hilft:

Potenzsteigernde Mittel kennt jeder Mann. Aber wie wirken sie überhaupt? Entgegen der häufigen Annahme sind die kleinen blauen Pillen leider nicht dafür geeignet, die Lust auf Sex zu steigern. Der enthaltene Wirkstoff sorgt dafür, dass sich die Arterien erweitern und mehr Blut in den Penis strömt. Alle Erektionsprobleme, wie die Schmerzen beim und nach dem Samenerguss kann das Mittel jedoch nicht lindern und auch bei psychischen Ursachen hilft die Tablette nicht. Es ist also nicht das Allheilmittel für sexuelle Probleme!

Schmerzen beim Samenerguss aufgrund einer Prostatitis? Das hilft!

Eine Prostatitis bedeutet nicht das Ende des Sexlebens! Wer möchte, dass bei sexuellen Aktivitäten wieder alles funktioniert, sollte einen Urologen aufsuchen. Bei einer bakteriell bedingten Entzündung der Prostata kommen meist Antibiotika zum Einsatz.2 Die häufigere Form der Prostatitis hat jedoch einen nicht-bakteriellen Ursprung. Hierbei zielt die Therapie in erster Linie darauf ab, die Schmerzen beim oder nach dem Samenerguss zu behandeln. Zur Linderung der Beschwerden kann der Urologe beispielsweise

  • entzündungshemmende Medikamente (wie nicht-steroidale Antirheumatika) oder
  • COX-2-Hemmer verschreiben.3

Bewährt haben sich ergänzend zur ärztlichen Behandlung

Tasten Sie sich bei der Behandlung einfach Stück für Stück vor, was Ihnen gut tut. Apropos Tasten: Prostatamassagen – gemeinhin eher als Liebespraktik bekannt – sollen auch bei Entzündungen der Vorsteherdrüse und den damit einhergehenden Schmerzen nach oder bei der Ejakulation lindernd wirken. Durch die behutsame Stimulation kann das Organ entkrampft und entzündungsauslösende Stoffe ‚ausmassiert‘ werden.

FAQs: Antworten auf Ihre Fragen

Ejakulation: Wann treten die Schmerzen auf?

Schmerzen sind beim oder nach dem Samenerguss möglich. Häufig kommt es auch zu einem Brennen nach der Ejakulation.

Welche Ursachen stecken hinter Schmerzen bei der Ejakulation?

Denkbar sind psychisch bedingte Umstände wie Stress im Beruf oder Alltag. Ebenso kann eine Prostataentzündung ursächlich für Schmerzen nach oder beim Samenerguss sein.

Wann sollten Sie zum Arzt gehen?

Leiden Sie unter Schmerzen beim oder nach der Ejakulation, ist grundsätzlich ein Arztbesuch ratsam. Der Mediziner kann die Ursache dingfest machen und eine entsprechende Therapie einleiten.

Wie gestaltet sich die Behandlung?

Je nach Auslöser der Ejakulationsstörungen kommen unterschiedliche Methoden zur Behandlung infrage. Steckt beispielsweise eine Prostatitis dahinter, verschreiben Ärzte je nach Art Antibiotika oder Mittel wie PROSTUROL®.