Schmerzen im Beckenbereich & After: Was tun gegen das Ziehen?

Beckenschmerzsyndrom – die alternative Bezeichnung für die chronische nicht-bakterielle Prostataentzündung lässt ein Symptom der Erkrankung bereits vermuten – nämlich Schmerzen im Beckenbereich und in der Afterregion. Neben Brennen beim Wasserlassen oder einem häufigen Harndrang gehören Beschwerden an Becken und After zu den vielseitigen Symptomen der Prostatitis. Erfahren Sie hier, wie sich die Schmerzen genau äußern und wie Sie das Ziehen im Becken lindern können.

Mann mit Ziehen und Schmerzen im Beckenbereich beim Arzt

Schmerzen im Beckenbereich: Was hat das mit der Prostata zu tun?

Der Beckenboden befindet sich am unteren Teil des Beckens und ist eines der wichtigsten Muskelgeflechte des Körpers. Genau genommen besteht das Becken aus drei Muskelschichten, die von Beckenknochen umgeben sind.

  • Die innere und breiteste Schicht liegt zwischen dem vorderen und hinteren Steißbein.
  • Die mittlere Schicht liegt unterhalb der Blase im vorderen Bereich des Beckens.
  • Die äußere Schicht umgibt die Schließmuskeln des Afters, der Harnröhre sowie des Penisansatzes.

Das Becken stützt wichtige Bauch- und Beckenorgane wie auch die Prostata, die bei Männern direkt oberhalb des Beckenbodens liegt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass es bei einer Prostataentzündung, einer Erkrankung der Vorsteherdrüse, häufig ebenfalls zu Schmerzen im Beckenbereich und am After kommt.

Wenn der Name „Programm“ ist:

Es gibt verschiedene Formen einer Prostataentzündung (Prostatitis). In wenigen Fällen kann der Urologe ganz klar Bakterien als Übeltäter der Schmerzen und Beschwerden ausmachen. Meist lassen sich im Rahmen einer Prostatitis jedoch keine Erreger nachweisen und die Symptome dauern länger als drei Monate an. Diese chronische nicht-bakterielle Prostataentzündung wird häufig auch als Beckenschmerzsyndrom bezeichnet, da Schmerzen im Beckenbereich im Vordergrund stehen und die genaue Ursache noch unklar ist.

Wie äußert sich das Ziehen im Becken?

Die Schmerzen im Beckenbereich fallen bei einer chronischen nicht-bakteriellen Prostatitis meist sehr diffus aus. Bei einigen Männern strahlen sie beispielsweise vom Becken- in den kompletten Leistenbereich aus, andere verspüren dagegen stärkere Beschwerden in den Genitalien. Und auch vom Schmerzcharakter können sie zwischen dumpf, stechend oder bohrend variieren. Besonders häufig beschreiben Betroffene jedoch ein unangenehmes Ziehen im Becken.

Das schmerzende Gefühl muss dabei nicht permanent vorhanden sein, sondern kann sich beispielsweise durch längeres Sitzen oder Erschütterungen beim Fahrradfahren verstärken. Oft sind die Schmerzen im Beckenbereich zudem nach dem Geschlechtsverkehr besonders schlimm.

Wie lassen sich Schmerzen im Beckenbereich lindern?

Wichtigster Ansprechpartner bei Ziehen im Beckenbereich oder am After ist der Urologe. Er hat zur Linderung der Schmerzen im Beckenboden beispielsweise die

Möglichkeit, entzündungshemmende Medikamente wie nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) oder Analgetika zu verschreiben. Außerdem können Begleittherapien bei Schmerzen im Beckenbereich wohltuend wirken. PROSTUROL® Zäpfchen können beispielsweise zur lokalen Beruhigung im Bereich des Afters beitragen – und dass nur mithilfe natürlicher Inhaltsstoffe und Hyaluronsäure.

Zur Unterstützung der medikamentösen Therapie können Maßnahmen aus der Naturheilkunde das Ziehen und die Schmerzen im Beckenbereich und After lindern:

  • Warme Sitzbäder entspannen die Unterleibsorgane und haben sich daher besonders bei Schmerzen im Beckenbereich bewährt. Dafür reicht es, die Badewanne etwa zehn Zentimeter mit warmem Wasser zu füllen. Zusätzlich können Sie beruhigende Zusätze wie Kamillen- oder Lavendelöl zugeben.
  • Magnetfeldtherapie: Bei dieser Therapie setzten sich Patienten auf einen Stuhl, durch welchen elektromagnetische Impulse geleitet werden. Diese regen das Gewebe zu mehr Aktivität an und fördern die Durchblutung.
  • Entspannungsübungen wie Yoga oder die Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen haben sich insbesondere im Zusammenhang von einer Prostataentzündung mit Stress bewährt.

Auch sanfte Sportarten wie Schwimmen oder leichte Gymnastik sind unter Umständen sowohl vorbeugend als auch zur Behandlung sinnvoll. Ein Physiotherapeut kann beispielsweise bestimmte Beckenbodenübungen zeigen, mit denen Sie die Muskeln in diesem Bereich stärken und dem Ziehen im Becken entgegengewirkt können. Welche Methode im Einzelfall die geeignete ist, um die Schmerzen im Beckenbereich zu lindern, sollte mit dem Arzt besprochen werden.