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Mit Ultraschall Erkrankungen der Prostata aufspüren

Eine Untersuchung mit Ultraschall, in der medizinischen Fachsprache auch Sonographie genannt, gehört zu den gängigsten Verfahren, mit denen sich der Urologe – im wahrsten Sinne – ein Bild von der Prostata machen kann. Aber auch wenn die Untersuchung dem Arzt wichtige Erkenntnisse liefern kann, sind weitere Diagnosemittel notwendig, um eine Entzündung oder andere Erkrankungen der Prostata zweifelsfrei festzustellen.

Mann wird per Ultraschall an der Prostata untersucht.

Blick in die Prostata mithilfe von Ultraschall

Die Prostata befindet sich bei Männern gut verborgen unterhalb der Blase. Und so unscheinbar die kleine Vorsteherdrüse auch sein mag, sie kann große Probleme bereiten – zum Beispiel, wenn Sie sich schmerzhaft entzündet. Um herauszufinden, was mit der Prostata los ist, kann der Urologe verschiedene Untersuchungen durchführen. Eine davon ist die Sonographie. Diese Methode steht der Medizin seit den 70er Jahren zur Verfügung und hat sich seither mit dem technischen Fortschritt noch weiter verbessert.

Das Prinzip dahinter: Über einen Schallkopf (Sonde) werden durch elektrische Stimulation Schallwellen abgesendet, die für den Menschen nicht hörbar sind. Je nach Hindernis, auf das diese Wellen stoßen, werden sie reflektiert oder absorbiert. Auf einem Computer wird dadurch ein Schwarz-Weiß-Bild generiert, anhand dessen der Urologe Größe und Zustand der Prostata bestimmen kann.

Um die Prostata zu sehen, legt der Urologe den Ultraschall-Kopf auf den unteren Bauch. Sehr viel aussagekräftiger ist jedoch ein transrektaler Ultraschall (kurz: TRUS), bei dem die Sonde über den Enddarm eingeführt wird.

Ablauf einer transrektalen Prostata-Untersuchung mit Ultraschall

Das Wichtigste zuerst: Entgegen so mancher Befürchtung wird ein transrektaler Ultraschall als völlig schmerzfrei empfunden. Die Untersuchung dauert zudem nur wenige Minuten. Der Ablauf eines Prostata-Ultraschalls ist typischerweise folgender:

  • Der Patient muss sich entweder in Seitenlage oder auf einem gynäkologischen Untersuchungsstuhl befinden.
  • Aus hygienischen Gründen und zum Schutz des Gerätes wird häufig ein Kondom über den Kopf der Sonde gezogen.
  • Der Urologe führt die stiftförmige Sonde dann vorsichtig etwa zehn Zentimeter tief in den Enddarm ein.
  • Es erscheint ein Bild auf dem Monitor, welches der Arzt durch leichte Bewegungen noch verändern kann.

Der Urologe betrachtet vor allem Auffälligkeiten, wie dunklere und meist unregelmäßige Strukturen. Sie können beispielsweise auf Entzündungsherde oder Prostatakrebs hinweisen. Aber auch die Größe der Prostata ist für den Arzt interessant. Denn eine gutartige Prostatavergrößerung geht häufig mit ähnlichen Symptomen einher wie eine Prostatitis.

Liegt der Verdacht auf eine Prostataentzündung vor, kann der Urologe des Weiteren eine Tastuntersuchung vornehmen sowie einen Urintest oder einen Bluttest durchführen.

Vor- und Nachteile der Sonographie zur Untersuchung der Prostata

Der Ultraschall gehört zu den gängigsten Diagnosemitteln in der Urologie. Das liegt vor allem daran, dass die Untersuchung relativ kostengünstig ist und als sehr schonend gilt. Im Vergleich zu einer Röntgenuntersuchung ist der Patient keinen potenziell gesundheitsschädigenden Strahlen ausgesetzt.

Nach- oder Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Zudem kann sich der Urologe schnell einen ersten Eindruck vom Zustand der Prostata verschaffen und andere Erkrankungen ausschließen.

Allerdings können viele Strukturen nur unzureichend eingesehen werden: Das Bild ist ungenauer als bei einer Computertomographie. Eine genaue Diagnose ist deshalb allein durch einen Ultraschall nicht möglich.