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Diese Risikofaktoren einer Prostatitis sollten Sie kennen!

Prostatitis vorprogrammiert? In der Tat weisen manche Männer ein erhöhtes Risiko auf, an einer Prostataentzündung zu erkranken: Häufig sind Diabetiker, Männer mit Blasenkatheter und einem geschwächten Immunsystem betroffen. Wer die eigenen Risikofaktoren für eine Prostatitis kennt, kann jedoch gezielt vorbeugen und schneller auf eine passende Behandlung zurückgreifen. Deshalb haben wir Ihnen das Wichtigste hier zusammengefasst: von Verteilung und Häufigkeit (Epidemiologie) bis zu den Risikofaktoren.

Ein Arzt klärt seinen Patienten über die Risikofaktoren einer Prostatitis auf.

Der Inhalt auf einen Blick

  • Eine Prostatitis tritt durchschnittlich bei 15 Prozent der Männer einmal im Leben auf.
  • Zu den Risikofaktoren zählen unter anderem bakterielle Infektionen und Blasenkatheter, aber auch Diabetes.
  • Mit Schutzmaßnahmen wie einer gesunden Lebensweise lassen sich diese Faktoren minimieren.

Die Häufigkeit einer Prostatitis: So oft und so lange

Die Wahrscheinlichkeit, dass Mann mindestens einmal im Leben an einer Prostataentzündung (Prostatitis) erkrankt, liegt bei circa 15 Prozent.1 Die Häufigkeit einer Prostatitis ist also nicht zu unterschätzen! Bei rund 30 Prozent der Betroffenen dauert die Erkrankung länger als ein Jahr.2 Der Androloge oder Urologe hilft dabei, die Beschwerden zu lindern. Je nach Form der Entzündung wird er mit Ihnen über geeignete Wege für die Prostatitis-Therapie sprechen.

Stress, Katheter und Co. – das sind die Prostatitis-Risikofaktoren

Psychische Risikofaktoren für Prostatitis: gestresster Mann am Arbeitsplatz.
Wer an einer Prostatitis erkrankt und wer nicht, lässt sich leider nicht vorhersehen. Dennoch konnten zumindest einige Risikofaktoren identifiziert werden, die eine Prostatitis fördern. So viel schon mal vorweg: Die Entzündung der Prostata, die meist mit diffusen Schmerzen im Beckenbereich oder Problemen beim Wasserlassen einhergeht, ist nicht, wie oft angenommen, altersbedingt.

Diese Risikofaktoren begünstigen eine Prostatitis:

  • Bakterielle Infektionen, zum Beispiel mit E. coli-Bakterien: Bei einer bakteriellen Prostatitis werden, wie der Name bereits vermuten lässt, Bakterien in der Prostata als Übeltäter festgestellt. Sie gelangen über die Harnröhre in das Männerorgan und verursachen dort schmerzhafte Entzündungen. Meist stecken Darmbakterien wie Escherichia coli (E. coli) dahinter. Eine solche bakterielle Infektion kann auch durch einen Harnwegsinfekt entstehen.
  • Geschlechtskrankheiten wie Chlamydien, Gonokokken (Tripper) und Mykoplasmen: Neben Darmbakterien können auch die Erreger von Geschlechtskrankheiten die Entzündung der Prostata auslösen.
  • Entzündung der Samenblase: Der Ursprung der Erkrankung lässt sich unter anderem auch in der Samenblase lokalisieren. Wenn hier eine Entzündung entsteht und diese über die Samenwege zur Prostata gelangt, ist eine Prostatitis möglich.
  • Katheter: Ein erhöhtes Risiko für eine bakterielle Prostatitis tragen Männer, die Schwierigkeiten haben, ihre Blase selbst zu entleeren und deshalb einen Blasenkatheter benötigen. Ein solcher besteht aus einem Urinsammelbeutel und einem Schlauch, der in die Harnblase führt. Über den Katheter gelangen Bakterien leicht in die Blase und von dort zur benachbarten Prostata oder zu den Nebenhoden – auf diese Weise bedingt unter Umständen der Katheter eine Prostatitis.
  • Geschwächtes Immunsystem: Männer, die unter gestörten oder geschwächten Abwehrkräften leiden (beispielsweise wegen Vorerkrankungen) sind generell anfälliger für Infekte und können auch eher an einer bakteriellen Prostatitis erkranken.
  • Diabetes: Eine weitere Risikogruppe sind Diabetiker. Diese leiden an einem höheren Blutzuckerspiegel, wodurch das Immunsystem in seiner Funktion, Krankheitserreger abzuwehren, eingeschränkt wird.
  • Psychosomatische Ursachen wie Stress, Angst, Wut oder Enttäuschung: In den meisten Fällen lassen sich bei einer Prostataentzündung keine Bakterien nachwiesen. Die chronische nicht-bakterielle/ abakterielle Prostatitis (Prostataentzündung) wird deswegen auch als psychosomatische Erkrankung eingestuft.
    Das ist der Grund dafür, weshalb besonders Männer gefährdet sind, die privat oder beruflich viel Stress haben.
  • Blasenentleerungsstörung: Eine solche zugrundeliegende Erkrankung führt dazu, dass sich die Harnblase nicht mehr vollständig oder gar nicht mehr entleert. Urinreste in der Blase können eine nicht-bakterielle Prostatitis nach sich ziehen.

Es gibt Vermutungen, dass die Prostatitis selbst ein Risikofaktor für eine benigne Prostatahyperplasie (gutartige Prostatavergrößerung) darstellt.3 Der Zusammenhang ist jedoch noch nicht wissenschaftlich nachgewiesen.

Gutes für die Prostata: Risikofaktoren meiden – aber wie?

Wer zu der Risikogruppe gehört, sollte besonders Acht auf seine Prostata geben und einige vorbeugende Maßnahmen befolgen. Dazu gehört beispielsweise:

  • eine gesunde Lebensweise mit einer ausgewogenen Ernährung und ausreichend Bewegung
  • immer genügend zu trinken, damit Keime in der Blase gelöst sowie hinausgespült werden und nicht in die Prostata gelangen
  • eine konsequente Verhütung, die den Prostatitis-Risikofaktor Geschlechtskrankheiten reduzieren kann

Mit solchen Schutzmaßnahmen lassen sich die Risikofaktoren einer Prostatitis minimieren, sie garantieren jedoch nicht, dass Betroffene von einer Erkrankung verschont bleiben. Deshalb sollte das Thema unbedingt mit einem Facharzt, wie zum Beispiel einem Urologen, besprochen werden. Dieser kann individuell Empfehlungen geben, wie sich einer Entzündung am besten vorbeugen lässt.

1Robert Koch-Institut (RKI): Prostataerkrankungen, Heft 36, Gesundheitsberichterstattung des Bundes. URL: http://www.gbe-bund.de/pdf/Heft_36_und_Wertetabellen.pdf (22.01.2020).Ebd.
2ebd.
3ebd.